UEFA mit revolutionärer Idee

Die UEFA macht sich für eine umwälzende Änderung der Turnier-Qualifikationsspiele stark. So sollen der Spielplan neu gestaltet und höhere Einnahmen generiert werden. Die Sport Bild berichtet, dass auf der letzten Exekutivtagung der UEFA im September in Dubrovnik zum ersten Mal über die Etablierung einer „Nations League“ diskutiert worden sei. Hier sollen ab 2018 alle 54 Nationalteams der UEFA-Mitgliedsverbände teilnehmen, Testländerspiele soll es danach nicht mehr geben.

Entsprechend des unterschiedlichen Leistungspotenzials sollen acht oder neun Gruppen ins Leben gerufen werden, inklusive einer Auf- und Abstiegsregelung. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erklärte: „In der UEFA wird darüber gesprochen, die Phase der Qualifikation zwischen zwei Turnieren zu modifizieren, es gibt unterschiedliche Modelle, da ist aber noch nichts beschlossen.“

Ab 2014 hat die UEFA die zentrale TV-Vermarktung der Pflichtländerspiele inne, dahingehend soll auch die neue Konzeption der „Nations League“ angelehnt sein. Schließlich können nur noch die Fernsh-Rechte der Freundschaftsländerspiele von den einzelnen Verbänden (beispielsweise vom Deutschen Fußballbund) selbst vermarktet werden.

Hier werden jetzt allerdings Stimmen laut, dass die europäischen Spitzenmannschaften auch weiterhin gegen Argentinien oder Rekordweltmeister Brasilien zu Testspielen antreten wollen. Deshalb wird in der UEFA auch die Möglichkeit von Wildcards für die EM-Turniere ab 2020 diskutiert, so könnten Top-Mannschaften aus Asien oder Südamerika an der europäischen Endrunde teilnehmen.

Die DFB-Elf würde zum Beispiel in einer Topgruppe der „Nations League“ mit Nationen wie Portugal, Italien, England, den Niederlanden, Frankreich oder Spanien antreten, der Sieger wird dann mit dem Titel „Nations League Champion“ ausgezeichnet. Pro Partie sollen angeblich 10 Millionen € zu verdienen sein.

Nicht gewünscht ist eine Aufblähung des Terminkalenders. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern München und Vorsitzender des Europäischen-Club-Zusammenschlusses ECA wittert sogar eine Erleichterung für die Vereine: „Wir finden Veranstaltungen wie den Confed Cup nicht zielführend, da die Spieler dann keine Sommerpause haben, da ja dann jedes Jahr ein Turnier stattfindet. Mit dem „Nations League“ wäre das anders.“

 

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