DFB bezeichnet Rettig-Kritik als Sommertheater

Die öffentliche Kritik seitens der Deutschen Fußballliga (DFL) hat DFB-Präsident Wolfgang Niersbach als Sommertheater betitelt. Nach der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag erklärte Niersbach, dass das, was man in den letzten Tagen erlebt habe, ein Stück weit Sommertheater gewesen sei.

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig wurde deutlich in die Schranken gewiesen, auf ihn kommen jetzt wohl schwierige Zeiten zu. Niersbach ergänzte: „Hart und offen wurde das Thema angesprochen, dabei war die zentrale Frage, ob hier die Meinungsäußerung eines einzelnen DFL-Geschäftsführers vorliege oder eine Art Sammelklage der Ligavertreter. Hier wurde eindeutig festgestellt, dass es keine konzertierte Aktion gewesen sei.“

DFL-Präsident Reinhard Rauball erklärte dem sid, dass es keine konzertierte Aktion gegen DFB gegeben habe, weder in diesem noch in einem anderen Fall. Es habe in der Historie des Ligaverbandes noch nie eine Sammelklage gegeben. „Es wird sie auch nicht geben“, so Rauball. „Wir werden die Äußerungen von Andreas Rettig im Spitzengespräch in aller Sachlichkeit ansprechen und darüber befinden.“

Es könne keine Rede sein vom Auseinanderdriften zwischen DFB und Liga, schon gar nicht von einem Machtkampf mit grundsätzlichem Misstrauen“ sagte Niersbach, nachdem er mit Rauball telefoniert hatte. Niersbach: „Herr Rauball hat mir genauso bestätigt, dass es ein Alleingang von Rettig gewesen sei. Daran hege ich auch nicht den geringsten Zweifel, da passt nichts zwischen.“ Rettig hielt dazu fest: „Ich möchte in eigener Sache klarstellen, dass es nicht das Bestreben von mir war, jemanden persönlich anzugreifen, ich wollte lediglich ein paar Dinge ansprechen.“

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