BVB mit dreckigem Sieg in Braunschweig

Nach dem durchwachsenem Rückrundenauftakt gegen Augsburg (2:2), fand der BVB in Braunschweig mit dem 2:1-Sieg wieder in die Spur zurück.

„Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg“, verriet Doppeltorschütze Patrick Aubameyang im Interview mit dem Pay-TV-Sender Sky und fügte hinzu: „Es war ein schwieriges Spiel, und wir wussten von Anfang an, dass wir hart arbeiten müssen.“ Aubameyang erzielte seine Saisontoren Nummer zehn und elf, ist somit der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga. Ferner zog der Franzose auch mit Mannschaftskamerad Robert Lewandowski und Berlins Ramos gleich, rangiert nun kletterte auf Platz eins der Bundesliga-Torschützenliste.

Aubameyang: „Ich habe mich aber am Anfang schwer getan. Wir alle sind schwer ins Spiel gekommen. Je länger das Spiel dauerte, desto besser haben wir es gemacht. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr viele Chancen herausgespielt.“ Lewandowski legte seinem Kollegen bereits zum vierten Mal in dieser Spielzeit ihm ein Tor auf. „Ich muss mich bei Robert Lewandowski und bei Marco Reus bedanken, die meine Tore toll vorbereitet haben. Beide sind großartige Spieler“, weiß der gebürtige Gabuner. „Nach den vielen sieglosen Spielen war der Sieg sehr wichtig: für den Kopf und für das Punktekonto.“

Trainer Jürgen Klopp konstatierte auf bvb.de: „Wir sind überglücklich über diesen Sieg, den wir uns brutal hart erkämpfen mussten. Wenn wir die Sicherheit haben, hauen wir die Bälle auch rein. Aber weil uns die Ergebnisse fehlten, fehlte eben auch die Sicherheit in unseren Abschlussaktionen.“

Doch Klopp gibt auch zu, dass es ein hartes Stück Arbeit gewesen ist im Stadion an der Hamburger Straße: „So viele dreckige Siege haben wir in unserer gemeinsamen Zeit in Dortmund noch nicht gehabt. Dieser war einer. Aber das lag auch daran, dass wir unsere Riesenchancen nicht verwertet haben. Wir hatten eine Fülle an Torchancen. Davari hat unfassbar gut gehalten. Am Ende haben wir zwei von unseren vielen Chancen rein gemacht. Braunschweig hat bemerkenswert stark Fußball gespielt, leidenschaftlich verteidigt.“

Über den zwischenzeitlichen Ausgleich der Lieberknecht-Truppe befand Klopp: „Wir haben die Braunschweiger Eckballvarianten vor dem Spiel thematisiert und den Spielern mehrfach gezeigt. Trotzdem rutscht der Ball durch und ist drin. Das 1:1 dreht die Atmosphäre im Stadion. Dann wird es hart. Wenn man nicht hundertprozentig in der Spur ist, muss man sich zurückkämpfen. Das geht auch über dreckige Siege. Weiter geht’s.“

Zur Chancenverwertung verriet der BVB-Coach: „Beide Tore waren sensationell gut herausgespielt. Es waren weitere Momente dabei, wo wir die Situationen überragend ausgespielt haben und nicht zu verteidigen waren. Leider haben wir zu wenige Chancen genutzt, und wenn man die Möglichkeiten auslässt, bleibt der Gegner am Leben. Und er kommt dann zurück. Wir haben dagegengehalten.“

Groß war die Enttäuschung beim Gastgeber. So befand Benjamin Kessel: „Ich freue mich über mein erstes Bundesligator, bin aber nichtsdestotrotz traurig, dass wir heute nichts mitgenommen haben. Die Enttäuschung überwiegt absolut. Wir haben heute abermals gezeigt, dass wir in der Bundesliga mithalten können und hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir müssen weitermachen. Bei so einer Leistung wie heute bin ich überzeugt, dass die Punkte kommen werden.“

Daniel Davari ergänzte: „Ich bin sicher, dass wir mit der Einstellung niemals aufzugeben, noch Spiele gewinnen werden. Das was wir uns vorgenommen haben, konnten wir umsetzten. Wir sind super auf die Partie eingestellt werden. Wir müssen auf der gezeigten Leistung aufbauen.“

Ermin Bicakcic bekannte: „Wir hätten unsere Leistung durch ein weiteres Tor belohnen können. Positiv ist, dass wir aus dieser Partie viel Selbstvertrauen ziehen können, dennoch bin ich sehr enttäuscht, dass wir verloren haben. Da interessiert es auch nicht, dass man gegen den amtierenden deutschen Vizemeister verloren hat.“

Und Deniz Dogan analysierte: „Es war mehr drin. Wir haben gute Chancen gehabt, aber unter dem Strich keine Punkte, was sehr ärgerlich ist. Bei dem Pfostentreffer von Ermin hatten wir Pech, es war aber nicht die einzige Möglichkeit, ein Tor zu erzielen. Mit einem Punkt wären wir zufrieden gewesen, aber so haben wir nichts in der Hand.“

 

 

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