Portugal trauert um Eusébio

Ganz Portugal trauert um Fußballstar Eusébio, der in der Nacht zum Sonntag an einem Herzstillstand gestorben ist. Der portugiesische Fußballverband FPF schrieb auf seiner Homepage, dass Eusébios Leben ein Vermächtnis für alle gewesen sei, die den Fußball lieben. Die portugiesische Regierung ordnete sofort eine dreitägige Staatstrauer an. Eusébio galt als europäische Antwort auf Brasiliens Fußball-Ikone Pelé.

AuchCristiano Rondalo trauert um Eusébio (Screenshot: Facebook)

Auch Cristiano Rondalo trauert um Eusébio (Screenshot: Facebook)

Eusébio wurde in England Torschützenkönig bei der WM 1966, glänzte aber auch als Vorbereiter, war Dribbelkünstler und ein gefürchteter Kopfballspieler, also eigentlich ein nahezu perfekter Kicker.

Zehnmal feierte Eusébio mit Benfica Lissabon die nationale Meisterschaft, außerdem den Europapokal der Landesmeister (1962 gegen Real Madrid in Amsterdam, Eusébio brachte mit den beiden Traffern zum 4:3 und 5:3 sogar die Entscheidung). In 301 Ligaspielen erzielte der Portugiese 317 Tore.

Auf Facebook trauerte auch Cristiano Ronaldo: „Immer ewig Eusébio. Ruhe in Frieden.“ Ronaldo gilt als legitimer Nachfolger des 71-jährig verstorbenen Idols, Ronaldo wird morgen für seine Verdienste („Er ist ein weltweites Symbol Portugals und trägt zur internationalen Stellung des Landes bei. Seine Hartnäckigkeit ist ein Beispiel für kommende Generationen“) sogar der Orden „Großoffizier des Ordens des Infanten Dom Henrique“ verliehen.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hingegen rief dem „Schwarzen Panther“ nach: „Eusébio hat nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch mit seiner Geschichte beeindruckt.“ Schließlich war er in Armut aufgewachsen, der Fußball öffnete ihm die Tür, diesen Verhältnissen zu entfliehen. Einem Wechsel nach Italien zu Juventus Turin mit 15 Jahren schob seine Mutter 1958 einen Riegel vor. Eusébio hatte aufgrund seiner Herkunft auch immer ein Herz für diejenigen, die nicht so anerkannt waren in der Gesellschaft, jetzt hat dieses Herz am Sonntagnacht aufgehört zu schlagen.

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