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WM 2014: Arbeiten am Unglücksstadion in São Paulo fortgesetzt

Heute wurde die Arbeiten am Unglücksstadion in São Paulo, auf dessen Baustelle am Mittwoch zwei Arbeiter ums Leben kamen, nachdem ein riesiger Kran auf das 500 t schwere Gerüst am Tribünendach gekracht war, wieder aufgenommen. Rund 1.350 Beschäftigte sind im und am Itaqueirão wieder ans Werk gegangen.

„Man wollte die Behörden vor vollendete Tatsachen stellen“, verriet Staatsanwalt José Carlos de Freitas „Record R7“.

„Man wollte die Behörden vor vollendete Tatsachen stellen“, verriet Staatsanwalt José Carlos de Freitas „Record R7“.

Die Baufirma Odebrecht ließ unterdessen wissen, dass die Baustruktur des Stadions nicht beschädigt sei. Nach der viertägigen Trauerpause sollen jetzt erst einmal die hydraulischen und elektronischen Systeme fertig gestellt werden. Die Benutzung aller neun am Bau beteiligten Kräner hat die Staatsanwaltschaft noch untersagt.

Unterdessen berichten brasilianische Medien, dass das zukünftige Stadion des Clubs Corinthians von der Stadtverwaltung nicht abgenommen worden sei, da bei der Errichtung im Vergleich zu den Bauplänen erhebliche Veränderungen vorgenommen worden sein sollen.

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WM 2014: Toter Arbeiter schlief in LKW!

Kommenden Donnerstag werden die beiden Arbeiter zu Grabe getragen, die am Mittwoch auf der Stadion-Baustelle von São Paulo ums Leben gekommen sind. Es handelt sich dabei um Fábio Luiz Perreira (41), der bei der Baumaschinenfirma BHM die Leitung der Abteilung Logistik und Transport überwachte.

BHM ging im Auftrag des Baukonzerns Odebrecht am Stadion Itaquerao zu Werke. Perreira hinterlässt Frau und drei Kinder. Er starb in einem Lastwagen, in dem er dösend seine Mittagspause abhielt und vom herabstürzenden Ausleger des Krans getroffen wurde. Das gleiche Schicksal erlitt Ronaldo Oliveira dos Santos, der in einem Toilettenhäuschen starb. Wäre nicht gerade Mittagspause gewesen, hätte es wahrscheinlich viel mehr Opfer gegeben.

In Brasilien ist die Trauer groß, Experten nehmen den havarierten deutschen Kran unter die Lupe. Dabei könnte der lehmige Boden ein Grund dafür sein, dass das 500 t Ungetüm aus dem Gleichgewicht geraten ist. Augenzeugen berichten, dass der Kranführer im letzten Moment eine Warnung abgegeben habe, daraufhin sollen viele Passanten geflüchtet sein.

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