FIFA: Blatter trifft Papst Franziskus

Am morgigen Samstag wird FIFA-Präsident Joseph S. Blatter von Scheich Hamad bin Khalifa al-Thani, dem neuen Emir von Katar empfangen, knapp 14 Tage darauf bekommt Blatter sogar eine Audienz bei Papst Franziskus.

Blatter möchte bei dem Treffen mit dem Scheich natürlich auch über die Fußball-WM 2022 in Katar sprechen. Der Fifa-Boss will hier angeblich auch die miesen Arbeitsbedingungen der Gastarbeiter in Katar offen diskutieren.

Die englische Zeitung „The Guardian“ hatte vor kurzem berichtet, dass es auf den Stadionbaustellen 44 tote nepalesische Gastarbeiter gegeben habe. Dies hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Die Gastarbeiter werden im Emirat am Persischen Golf offensichtlich wie Sklaven gehalten. Blatter hatte sich den Unmut vieler Fußballfreunde mit der Aussage zugezogen, dass sich letztlich nicht die FIFA, sondern Katar mit diesem Problem beschäftigen müsse.

Natürlich wird auch über die Option gesprochen werden, die WM 2022 in den kühlen Winter zu verlegen. Blatter bevorzugt die Option, dass das Turnier im November/Dezember 2022 durchgeführt werden soll. UEFA-Präsident Michel Platini hingegen favorisiert eine Verlegung in den Januar/Februar 2022, allerdings würde das mit den Olympischen Winterspielen kollidieren, hier bewirbt sich auch München um die Austragung der Olympiade.

Deshalb haben die sieben Sportverbände des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und das IOC selbst gegen eine mögliche Verlegung der Fußball-WM auf das erste Quartal 2022 regen Widerstand angekündigt.

So soll es auf Initiative des Skiweltverbandes FIS eine Resolution der Verbände (Ski, Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Eishockey, Skeleton/Bob und Biathlon) geben, um eine Fußball-WM zu verhindern, die zur gleichen Zeit wie die Winterspiele 2022 stattfindet. Während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi vom 7. bis 23. Februar 2014 soll diese Protestnote ins Leben gerufen werden.

Im Vatikan wird Blatter am 22. November dann Papst Franziskus treffen. Bereits im August hatte der argentinische Pontifex die Nationalmannschaft seines Heimatlandes und die Squadra Azzurra Italiens zu einer privaten Audienz im apostolischen Palast empfangen. Zuletzt hatte der Papst den Sport als Geschenk Gottes betitelt und als Möglichkeit, seine eigenen Talente zu verwirklichen.

 

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