Kategorie-Archiv: International

HoGeSa europäisch vernetzt

Für die rechtsradikale Hooligan-Szene in Deutschland war der 27. Dezember 2014 gleichzeitig der dritte Weihnachtsfeiertag, schreibt der „Spiegel“.

HoGeSa-Demo in Köln (Foto: facebook)

HoGeSa-Demo in Köln (Foto: facebook)

 

 

 

 

 

 

 

 

Dabei waren „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) am Samstag nach Heiligabend ins Ruhrgebiet gereist, da dort eine „Gefechtslage“ vorgelegen habe, so ein Gruppenmitglied. Ende Oktober war die Bewegung durch eine Demonstration inklusive Ausschreitungen in Köln in ganz Deutschland bekannt geworden. Jetzt gab es in der Nähe von Herne ein Treffen zwecks Planung und Koordination zukünftiger Demonstrationen.

Die erste europaweite Kundgebung gegen „Isis und den ganzen Salafismus“ findet am 13. Juni in London statt, dies stand bei der „Gefechtslage“ ganz oben auf der Tagesordnung. Die so genannte English Defence League (EDL) ist die Organisatorin der geplanten Demo. Diese ist mit Hooligans aus Nordirland, Wales und Schottland eng verbandelt.

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Vom Weltfußballer zum politischen Star

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete jetzt über George Weah, der es als Slumkind vom Weltfußballer zu Liberias neuem politischen Star geschafft hat.

George Weah: Aus den Slums zum politischen Star (Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de)

George Weah: Aus den Slums zum politischen Star (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)

 

Mit Fug und Recht kann George Weah behaupten, dass die Bedingungen der Senatswahl hart gewesen sind. Denn in Liberia fand dieses Voting nicht nur unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt, in der Warteschlange mussten die Wähler zudem immer 1 m Abstand halten, durften nur selbst mitgebrachte Stifte benutzen und mussten ihre Hände in Chlorlösung waschen.

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Portugal trauert um Eusébio

Ganz Portugal trauert um Fußballstar Eusébio, der in der Nacht zum Sonntag an einem Herzstillstand gestorben ist. Der portugiesische Fußballverband FPF schrieb auf seiner Homepage, dass Eusébios Leben ein Vermächtnis für alle gewesen sei, die den Fußball lieben. Die portugiesische Regierung ordnete sofort eine dreitägige Staatstrauer an. Eusébio galt als europäische Antwort auf Brasiliens Fußball-Ikone Pelé.

AuchCristiano Rondalo trauert um Eusébio (Screenshot: Facebook)

Auch Cristiano Rondalo trauert um Eusébio (Screenshot: Facebook)

Eusébio wurde in England Torschützenkönig bei der WM 1966, glänzte aber auch als Vorbereiter, war Dribbelkünstler und ein gefürchteter Kopfballspieler, also eigentlich ein nahezu perfekter Kicker.

Zehnmal feierte Eusébio mit Benfica Lissabon die nationale Meisterschaft, außerdem den Europapokal der Landesmeister (1962 gegen Real Madrid in Amsterdam, Eusébio brachte mit den beiden Traffern zum 4:3 und 5:3 sogar die Entscheidung). In 301 Ligaspielen erzielte der Portugiese 317 Tore.

Auf Facebook trauerte auch Cristiano Ronaldo: „Immer ewig Eusébio. Ruhe in Frieden.“ Ronaldo gilt als legitimer Nachfolger des 71-jährig verstorbenen Idols, Ronaldo wird morgen für seine Verdienste („Er ist ein weltweites Symbol Portugals und trägt zur internationalen Stellung des Landes bei. Seine Hartnäckigkeit ist ein Beispiel für kommende Generationen“) sogar der Orden „Großoffizier des Ordens des Infanten Dom Henrique“ verliehen.

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Katar: Zahir Belounis endlich frei!

Kaum hatte Fußball-Blog.de über die unmöglichen Zustände auf den WM-Baustellen in Brasilien und Katar sowie die Kafala-Politik des Wüstenstaates berichtet und online gestellt bekam der französische Fußballprofi endlich sein Ausreisevisum und die Tickets für Flug 037 der Qatar Airways nach Paris. Dort landete er gestern Abend kurz nach 19 Uhr mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kindern wohlbehalten und wurde von seiner Familie und Fans begrüßt.

Seit 2012 litt Belounis unter dem Kafala-System, das im Emirat vorherrscht und das Schicksal ausländischer Arbeitnehmer komplett in die Hände der Arbeitgeber legt, ohne deren Zustimmung die Mitarbeiter das Land nicht verlassen dürfen.

Der Fußballer focht einen Vertragsstreit mit seinem Ex-Club Al-Jaish aus, verlor seinen Job und bekam kein Gehalt mehr. Allerdings auch kein Visum für die Ausreise. Der Club wehrte sich gegen die Vorwürfe, Belounis saß im Emirat ebenso fest wie Landsmann Stéphane Morello. Seit 2010 wartet Fußballtrainer mit seiner Familie auf die Ausreiseerlaubnis.

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WM 2014: Kroatiens Simonic mit Nazi-Ausraster!

Nach seinem Wirrkopf-Ausflug in den Faschismus des Zweiten Weltkriegs ist der kroatische Abwehrspieler Josip Simonic vor einem kroatischen Gericht zur aktuellen Topstrafe von 3.200 € verklagt worden.

Nach dem 2:0-Playoffrückspiel-Triumph am Dienstagabend gegen Island und der damit verbundenen erfolgreichen WM-Qualifikation schnappte sich der ehemalige Bundesligaprofi von Hertha BSC und der TSG Hoffenheim ein Mikrofon und brüllte viermal „Für das Vaterland!“, die kroatischen Fans skandierten daraufhin jeweils „Bereit!“

Es handelt sich um eine Fascho-Parole aus dem Zweiten Weltkrieg. Simonic erklärte: „Ich war durch nichts anderes motiviert als durch meine Liebe zu meinem Heimatland und zu meinen Landsleuten. Ich weise alle Vorwürfe zurück, die einen politischen Hintergrund haben sollen.“

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WM 2014: Gigantenduell zwischen CR7 und Ibracadabra

Während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft heute Abend in Mailand Italien testet, starten in Europa auch die vier Playoff-Partien zur WM-Qualifikation.

Ein absolutes Highlight ist dabei mit Sicherheit das Duell zwischen Portugal und Schweden, hier vor allem das Aufeinandertreffen der egozentrischen Superstars Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic.

Zlatan Ibrahimovic: „Ich fühle die Verantwortung. Aber das gefällt mir. Das treibt mich an" (Foto: http://svenskfotboll.se/)

Zlatan Ibrahimovic: „Ich fühle die Verantwortung. Aber das gefällt mir. Das treibt mich an” (Foto: http://svenskfotboll.se/)

Um CR7 wurde bis gestern gebangt, da der Superstar von Real Madrid mit einer Verletzung am linken Fuß zur Nationalmannschaft gereist ist und zwei Tage lang aufs Training verzichten musste. „Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen“, so der eitle Torjäger („Die Leute beneiden mich einfach, weil ich reich, schön und ein großer Fußballer bin.“). „Wir wissen, wie groß unsere Verantwortung ist, aber das sollte uns nicht mehr unter Druck setzen als in anderen Spielen.“

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FC Liverpool: 50 Jahre „You’ll never walk alone“

In diesen Tagen feiert das wohl legendärste Fußballlied der Welt „You’ll never walk alone“ sein goldenes Jubiläum. Denn im November 1963 wurden elf Textzeilen legendär.

Damals präsentiert der Stadionsprecher bei den Heimspielen der Liverpooler im berühmten Stadion an der Anfield Road die aktuellen Charts von Rang 1-10, Platz 1 dudelt anschließend auch durch die Boxen.

Am 2. November 1963 kicken die Reds gegen Leicester City und von Platz 1 der Hitliste grüßen „Gerry & The Pacemakers“ mit „You’ll never walk alone“. Die Band hat den nötigen Stallgeruch, kommt aus Liverpool, alle Mitglieder sind glühende Anhänger der Reds.

Das Wappen mit dem Kultsong!

Das Wappen mit dem Kultsong!

Auch zwei Wochen später beim 2:0-Triumph über den FC Fulham ist „You’ll never walk alone“ immer noch Spitzenreiter der Charts, so dass die Ballade erneut aufgelegt wird. Mittlerweile grölen die Treuesten auf der Kop-Tribüne mit biergeschwängerter Stimme lauthals mit. Erneut 14 Tage später ist die Liverpooler Band inzwischen von ihren Lokalrivalen den „Beatles“ von Platz 1 verdrängt worden, so dass vor der Partie gegen Burnley die Klänge von „She loves you“ durch die Lautsprecher hallen.

Nach Ende des berühmten „Beatles“-Songs wollen die 28.000 im Kop aber wieder „ihr“ Lied hören, nämlich „You’ll never walk alone“. Tausende Kehlen appellieren beim Einlauf der Teams an die Stadionregie „Where is our Song?“, die sofort reagiert und „You’ll never walk alone“ anspielt. Das gesamte Stadion stimmt in die Hymne mit ein. Ab jetzt nimmt der Siegeszug des Hits seinen Lauf…

Gerry Marsden, Kopf der Band, die den Song weltberühmt machte (seit Veröffentlichung der Originalfassung von 1945 wurden über 100 Coverversionen eingespielt), ließen den Song erstmalig im Liverpooler Cavern Club auf die Leute los: „Die Menschen hörten auf zu tanzen, sie starrten uns an. Doch als er fertig war, brach ein unglaublicher Jubel aus, die Leute hatten Tränen in den Augen. Dieser Song hatte sie berührt, wo kaum ein Lied hinkommt – in ihre Herzen“, so Marsden im Bonner „General Anzeiger“. An diesem Abend war auch Paul McCartney zu Gast im Cavern Club und verriet: „Zuerst dachte ich: Jetzt seid ihr vollkommen durchgedreht! Aber jetzt weiß ich es besser: dieses Lied ist einmalig.“

Im April 1989 ereignete sich in England das tragische Unglück von Hillsborough, bei dem 96 Liverpool-Fans darunter viele Kinder und Frauen während des FA-Cup-Halbfinales in Sheffield durch falsche Reaktionen von Ordnern und Polizei zu Tode gekommen waren. Vor dem FA-Cup-Finale im Londoner Wembley Stadion gegen den Lokalrivalen FC Everton sollte Marsden im Gedenken an die Opfer die Liverpooler Clubhymne singen.

„Als ich das Lied anstimmen wollte, brach ich in Tränen aus“, erinnert sich Marsden. „Doch die Stimmen der 100.000 Fans erhoben sich. Sie sangen – alle. Auch die Fans von Everton stimmten mit ein.“ Seit dem Unglück von Hillsborough ist die Textzeile „You’ll never walk alone“ auch Teil des Liverpooler Vereinswappens.

Österreich: Erpressungs-Thriller in Salzburg

Der österreichische Fußball wird von Spielmanipulationen und Erpressung heimgesucht. So erstattete am Montag Dominique Taboga vom Erstligaklub SV Gröding bei der Polizei Selbstanzeige, außerdem hat sich der Defensivspieler seinen Clubbossen anvertraut.

Laut Aussage Tabogas wurde er von einem Ex-Nationalspieler massiv unter Druck gesetzt und bedroht, er solle Spiele manipulieren. Der 31-jährige Abwehrspieler habe sich geweigert, die Manipulationen durchzuführen, weshalb die Erpresser auch seine Kinder (Taboga ist Vater von Zwillingen) bedroht haben soll.

Am 6. November feierte Domenique Taboga noch Geburtstag...(Foto: facebook)

Am 6. November feierte Domenique Taboga noch Geburtstag…(Foto: facebook)

Die „Salzburger Nachrichten“ (SN) haben wiederholt versucht eine Stellungnahme Tabogas zu erreichen, landeten aber stets auf der Mailbox seines Mobiltelefons mit der Nachricht: „Diese Person kann Ihren Anruf nicht entgegennehmen.“

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Österreich: Union Esternberg mit Transfer-Kracher zufrieden

Im Sommer hatte der österreichische Fünftligist Union Esternberg einen Transfer-Kracher gefeiert, da der Club aus der Landesliga-West über private Kanäle den 19-maligen tschechischen Nationalkicker Milan Fukal an sich binden konnte. Der mittlerweile 38-jährige lief zwischen 2002 und 2006 ganze 109 mal für den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga aufs Feld.

Esternberg-Abteilungsleiter Franz Wallner erklärt: „Wir haben eine ganz junge Mannschaft, die wir zu zwei Dritteln aus eigenen Nachwuchsleuten rekrutiert haben. Deshalb haben wir noch einen erfahrenen Haudegen für die Abwehr gesucht, der unsere Burschen im Spiel ein bisschen an die Hand nehmen kann.“

Mit dem Zeltfest wird Milan Fukal finanziert

Mit dem Zeltfest wird Milan Fukal finanziert

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Rumänien: Ewald Lienen neuer Trainer bei Erstligist Galati

Zum ersten Mal wurde in der rumänischen Eliteliga ein deutscher Trainer verpflichtet. Ewald Lienen trainiert nämlich seit Mittwoch den Erstligisten Oteluls Galati.

In der rumänischen Nachrichtenagentur „Mediafax“ erklärte Galati-Präsident Narcis Raducan, dass der 59-jährige am Nachmittag seinen Vertrag unterschrieben habe.

Der Ex-Coach von Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 erklärte im Fachblatt „kicker“: „Wir sind uns einig, jetzt müssen die Verträge nur noch unterschrieben werden.“