Kategorie-Archiv: Fanausschreitungen

HoGeSa europäisch vernetzt

Für die rechtsradikale Hooligan-Szene in Deutschland war der 27. Dezember 2014 gleichzeitig der dritte Weihnachtsfeiertag, schreibt der „Spiegel“.

HoGeSa-Demo in Köln (Foto: facebook)

HoGeSa-Demo in Köln (Foto: facebook)

 

 

 

 

 

 

 

 

Dabei waren „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) am Samstag nach Heiligabend ins Ruhrgebiet gereist, da dort eine „Gefechtslage“ vorgelegen habe, so ein Gruppenmitglied. Ende Oktober war die Bewegung durch eine Demonstration inklusive Ausschreitungen in Köln in ganz Deutschland bekannt geworden. Jetzt gab es in der Nähe von Herne ein Treffen zwecks Planung und Koordination zukünftiger Demonstrationen.

Die erste europaweite Kundgebung gegen „Isis und den ganzen Salafismus“ findet am 13. Juni in London statt, dies stand bei der „Gefechtslage“ ganz oben auf der Tagesordnung. Die so genannte English Defence League (EDL) ist die Organisatorin der geplanten Demo. Diese ist mit Hooligans aus Nordirland, Wales und Schottland eng verbandelt.

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Borussia Dortmund beantragt Verlegung des Revierderbys

Borussia Dortmund hat bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) aus Sicherheitsgründen einen Antrag auf Vorverlegung des Revierderbys gegen den FC Schalke 04 gestellt. Ursprünglich soll der Klassiker am 25. März um 20 Uhr stattfinden.

DFL-Präsident Reinhard Rauball begrüßt Franz Beckenbauer (Foto: DFL/Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

DFL-Präsident Reinhard Rauball (rechts) begrüßt Franz Beckenbauer (Foto: DFL/Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Der Fußball-Bundesligist erklärte heute, dass die Zugangsphase zum Stadion bei Tageslicht durchgeführt werden solle. Anstoß ist am Dienstagabend eigentlich um 20 Uhr, jetzt soll die Partie auf 18 Uhr vorverlegt werden.

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Dresdner Fan-Krawalle: Bielefeld für Dynamos Ligaausschluss

Im Vorfeld und während der Zweitligapartie zwischen Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden (1:1) am Freitag, kam es wieder mal zu schweren Fan-Ausschreitungen.

Über 3.000 Dynamo-Anhänger traten den Weg Richtung Bielefelder Alm an, darunter waren einige, denen es nur um Gewalt ging. Nach den Ausschreitungen sprach Bielefelds Geschäftsführer Marcus Uhlig von einer Bilanz des Grauens, dabei wurden 17 Polizisten verletzt, bei zwei Beamten mussten die schweren Blessuren sogar im Krankenhaus behandelt werden.

Fans von Dynamo Dresden sorgten wieder mal für schwere Krawalle! (Foto: Ute Kawik  / pixelio.de)

Fans von Dynamo Dresden sorgten wieder mal für schwere Krawalle! (Foto: Ute Kawik / pixelio.de)

Zudem fügten so genannte Dynamo-Fans einem Polizei-Pferd Schnittwunden zu. Der Dresdner Mob stürmte einen Supermarkt, in der Arena gab es Vandalismus und Diebstahl. Die Polizei Bielefeld erstattete dabei 22 Strafanzeigen, vorläufig festgenommen wurden jedoch nur drei Personen.

Einer der Festgenommenen trat zuvor einer Polizeibeamtin einen Mülleimer vors Knie, ein zweiter schleuderte eine 1,5 l PET-Flasche in Richtung einer Polizistin, der dritte war so volltrunken, dass man ihn nicht mehr ins Stadion lassen konnte.

Außerdem wurde im Stadion noch ein Anhänger von Dynamo festgesetzt, bei ihm wurden Rasierklingen (!) gefunden. Uhlig: „Das gehört nicht unbedingt zu dem, was man mit ins Stadion nimmt. Beide Vereine haben im Vorfeld des Spiels gemeinsam mit der Polizei alles getan, um solche Gewaltexzesse zu vermeiden.“

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Niedersachsen-Derby: Riesenkrawalle in Hannover!

Offene Briefe, Facebookseite der Polizei, Appelle der Spieler und Verantwortlichen an die Fans, Aufruf von Witwe Thersa Enke im Vorfeld des brisanten Niedersachsenderbys: all das ist gestern Abend in Hannover förmlich verpufft.

Die Einsatzleitung der Polizei Hannover (Foto: Polizei Hannover)

Die Einsatzleitung der Polizei Hannover (Foto: Polizei Hannover)

Denn sowohl vor dem Spiel der 96er gegen Eintracht Braunschweig als auch nach der Partie (0:0) gab es schwere Ausschreitungen. Mit Wasserwerfern, Helicopter und einem Großaufgebot war die Polizei im Einsatz.

Bereits um 18.55 Uhr warnte die Polizei auf ihrem Facebookauftritt „Polizei Hannover aktuell“: „An der Stadionbrücke eskaliert die Situation, Polizeibeamte wurden massiv mit Pyrotechnik beschossen. Haltet Euch aus diesem Bereich fern, es ist gefährlich!“

Im grellen Scheinwerferlicht der Wasserwerfer bewarfen 96-Chaoten die Polizei mit Flaschen, die antwortete mit Tränengas und Schlagstöcken. Über der HDI Arena sondierte zudem ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera die brenzlige Lage. So wurden die Beamten aus der Luft logistisch unterstützt.

DFL-Boss Andreas Rettig sagte der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ bereits vor dem Anpfiff: „Es ist eine Katastrophe, was hier bislang passiert ist. So macht das keinen Spaß mehr.“ Ein friedlicher Fußballfan ergänzte: „Ich bin nur hier, um ein Fußballspiel anzusehen – und jetzt fühle ich mich wie im Krieg!“

Trotzdem zog die Polizei Hannover um Mitternacht schon ein positives Zwischenfazit: „Das Gesamtkonzept ist komplett aufgegangen“, so ein Polizeisprecher. „Bei Krawallmachern haben wir auf einen massenhaften Zugriff verzichtet, um unbeteiligte Dritte zu schützen.“

Ferner gab die Polizei Hannover um 0.13 Uhr folgende Bilanz-Pressemeldung heraus:

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Derby-Krawalle: BVB sperrt Fanklubs aus!

Als Sanktion bezüglich der Derby-Randale auf Schalke (BVB-Fans warfen Feuerwerkskörper und Pyrotechnik aufs Spielfeld und in andere Zuschauerblöcke), hat Borussia Dortmund jetzt die Reißleine gezogen.

Der Klub teilte heute mit, dass man nach intensivem Austausch mit Augenzeugen und der Polizei, den Fanklubs „The Unity“, „Jubos“ und „Desperados“ auf unbestimmte Zeit – mindestens jedoch für die laufende Saison – die sogenannten Auswärtsdauertickets für DFB-Pokal und Bundesliga entziehen werde.

Währenddessen gehe die Aufarbeitung rund um die Derby-Randale weiter. Alle Zuschauer, denen man Straftaten zuordnen könne, würden mit einem Stadionverbot belegt werden. Der Klub geht momentan davon aus, dass von dieser Maßnahme rund 20 bis 30 Fans betroffen sein könnten.

Niedersachsen-Derby: Polizei postet auf Facebook!

Auch die Polizei Hannover postet auf Facebook unter “Polizei Hannover aktuell”:

Guten Tag, liebe Fußballfreunde!

Jetzt geht es hier auf unserer Sonderseite los. Hier erhaltet ihr aktuelle Informationen rund um den Polizeieinsatz zu der Bundesliga-Begegnung Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig.

Heute habt ihr die Möglichkeit, unter Beweis zu stellen, dass IHR vorbildliche Supporter Eures Vereins seid! Nutzt Eure Energie zur Unterstützung Eurer Mannschaft im Stadion und nicht für Auseinandersetzungen mit anderen. Sollte es trotz allem zu Auseinandersetzungen kommen, könnt ihr sicher sein, dass wir wieder konsequent und ohne Toleranz eingreifen werden, um Familien und friedlichen Fans ein schönes Fußballspiel zu ermöglichen.

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Niedersachsen-Derby: „Dortmund gegen Schalke ist Kleinkram!“

Selbst im Rathaus von Hannover ist das Niedersachsen-Derby zwischen 96 und Eintracht Braunschweig am heutigen Abend zum großen Thema geworden. Hannovers Bürgermeister musste sich jetzt bei seinem Kollegen aus Braunschweig entschuldigen.

Die Bild-Zeitung berichtet, dass Hannovers Rathaus nämlich ein Schreiben verlassen hat, in dem ein Mitarbeiter im Zuge einer Demonstrationsroutengenehmigung den „Braunschweiger Platz“ in „Platz der verbotenen Stadt“ umgewidmet hat. 96-Anhänger sprechen in diesem Terminus gerne über die Stadt Braunschweig. Das eigenmächtige Umtaufen des Braunschweiger Platzes zog persönliche Konsequenzen für den Mitarbeiter nach sich.

Bei der Stadt Hannover hatte Eishockey-Fan Katuscia De Min eine  Fan-Demo der Hannover Scorpions beantragt, schreibt die „Hannoversche Allgemeine“. Die Eishockeyfreunde wollten vom Hauptbahnhof durch die Stadt zum Stadion ziehen. Zwei Tage später gab es die Genehmigung der Stadt Hannover. „Nachdem ich die Mail aufgemacht hatte, war mir zuerst nichts spezielles aufgefallen”, so De Min. Der Verwaltungsangestellte führte in der Genehmigung noch einmal alle Straßen auf, die für den Marsch vorgesehen waren. Dabei nannte er den Braunschweiger Platz tatsächlich „Platz der verbotenen Stadt“.

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Derby-Krawalle: BVB sperrt Fanklubs aus!

Als Sanktion bezüglich der Derby-Randale auf Schalke (BVB-Fans warfen Feuerwerkskörper und Pyrotechnik aufs Spielfeld und in andere Zuschauerblöcke), hat Borussia Dortmund jetzt die Reißleine gezogen.

Der Klub teilte heute mit, dass man nach intensivem Austausch mit Augenzeugen und der Polizei, den Fanklubs „The Unity“, „Jubos“ und „Desperados“ auf unbestimmte Zeit – mindestens jedoch für die laufende Saison – die sogenannten Auswärtsdauertickets für DFB-Pokal und Bundesliga entziehen werde.

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Fortuna Düsseldorf: Mike Büskens darf weiterwurschteln

Da Fortunas Gremien weiterhin von der Arbeit ihres Trainer Mike Büskens überzeugt sind, darf der erfolglosen Coach bis auf weiteres weiterwurschteln. Gestern Abend informierten Fortunas Aufsichtsrat und Vorstand die Öffentlichkeit mit einer entsprechenden Pressemitteilung:

„Vorstand und Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf haben am Dienstagabend in einer gemeinsamen Sitzung die aktuelle sportliche Situation des Vereins intensiv erörtert. Die Gremien sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass sie von der Arbeit von Mike Büskens weiterhin überzeugt sind und er Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf bleibt.

Trotz der momentan nicht zufriedenstellenden sportlichen Situation sind beide Gremien davon überzeugt, dass die sportliche Leitung die geeigneten Mittel findet, die Mannschaft aus dieser Lage herauszuführen.

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1. FC Nürnberg: Keeper Schäfer bleibt Kapitän

Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer bleibt weiterhin Kapitän seiner Mannschaft, auch wenn es nach der 0:3-Heimpleite gegen den SC Freiburg zu einem Eklat nach Spielende gekommen ist.

Schäfer war nach der Niederlage in die Fankurve gegangen, um sich mit den Fans zu unterhalten und daraufhin beleidigt worden. Anschließend warf Schäfer seine Kapitänsbinde einfach weg.

Auf der Webseite des Vereins erklärte Schäfer jetzt: „Es hat ein Gespräch mit Trainer und Mannschaft gegeben, sie haben mich aufgefordert, das ich Kapitän bleibe. Dies ist ein klares Signal für mich, dass ich weiterhin das Vertrauen besitze, dadurch bin ich sehr ermutigt, weiterhin das Amt des Kapitäns auszuführen.

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