Kategorie-Archiv: EM 2016

Angst vor Kollegen-Kanone: Bayers Ballermann Çalhanoğlu sagt Länderspiele ab

Er gehört zu den besten Freistoßschützen der Bundesliga, vielleicht sogar in Europa. Jetzt hat Bayer Leverkusens Ballermann Hakan Çalhanoğlu allerdings die beiden EM-Qualifikationsspiele der türkischen Nationalmannschaft am Freitag gegen Tschechien und am Montag in Lettland abgesagt.

Die Bild-Zeitung titelte „Türken-Zoff um Töre-Terror“

Die Bild-Zeitung titelte „Türken-Zoff um Töre-Terror“

Offiziell heißt es auf der Homepage von Bayer Leverkusen, dass Çalhanoğlu in Absprache mit dem türkischen Verband wegen einer Muskelverletzung nicht teilnehmen könne, auch Ömer Toprak werde aufgrund muskulärer Probleme nicht für die Türken auflaufen. Bayer-Manager Jonas Boldt: „Ihre Gesundheit lässt keinen Einsatz zu!“

Doch in Wahrheit hat Ballermann Çalhanoğlu wohl Angst vor der Kanone seines Kollegen Gökhan Töre.

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EM-Qualifikation: Jogi auf dem Affenfelsen

Gestern wurden die Qualifikationsrunden für die Fußball-Europameisterschaften 2016 in Frankreich ausgelost. Dabei bekommt es Deutschland mit einem absoluten Exoten zu tun, denn im Herbst wird die Truppe von Bundestrainer Jogi Löw auf die Nationalelf Gibraltars treffen. Das britische Überseegebiet an Spaniens Südspitze war erst im Mai 2013 als 54. UEFA-Mitglied aufgenommen worden. Neben der Kronkolonie des United Kingdom kämpft Deutschland um den Einzug in die EM-Endrunde auch gegen Schottland, Irland, Georgien und Polen.

Die als Affenfelsen bekannte Halbinsel im Mittelmeer zählt rund 28.000 Einwohner und muss für die Qualifikationsspiele nach Faro ausweichen, da das heimische Victoria-Stadion nicht die UEFA-Bedingungen erfüllt. Und aufgrund der Souveränitätsstreitigkeiten mit Spanien können die Partien auch nicht in einem näher gelegenen Spielort des iberischen Königreichs stattfinden.

Aus zwei, drei Teilzeitprofis, die bei berühmten Klubs wie dem Farsley FC (Yorkshire League) oder den Wycombe Wanderers (vierte englische Liga) kicken, sowie Feuerwehrleuten und Polizisten besteht die Elf des UEFA-Babys. Trotzdem trotzte die Truppe von Trainer Allen Bula bei ihrer Länderspiel-Premiere der Slowakei (immerhin WM-Teilnehmer 2010) ein 0:0 ab. Die vierstündige Reise nach Faro nahmen sogar 500 Fans auf sich.

Am 7. September 2014, einem Sonntag, startet die DFB-Elf mit einem Heimspiel gegen Schottland. Durch die „Nationalmannschafts-Wochen“ müssen sich die Fans auf neue Spielpläne einstellen, von Donnerstag bis Dienstag gibt es zukünftig 8-10 Spiele pro Tag und keine festen Spieltage mehr. Den Inhabern der TV Rechte (in Deutschland ist dies RTL) möchte die UEFA so jeden Tag mindestens eine Top-Partie offerieren. Am 21. März wird der DFB auf einer Präsidiumssitzung über die Heimspielorte beraten.

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DFB: Neuer Länderspielrhythmus ab September

Die beiden Freundschaftsspiele gegen Italien und England sind nicht nur die letzten Partien des Jahres 2013 für die Nationalmannschaft, sondern damit endet auch der herkömmliche Freitag-/Dienstag-Rhythmus. Denn im nächsten Jahr werden sich die Nationalspieler bezüglich der Länderspiele mit permanent wechselnden Wochentagen anfreunden müssen.

Der europäische Fußballverband (UEFA) hat nämlich ein neues Vermarktungsvehikel namens „Week of Football“ ins Leben gerufen, das mit Beginn der Qualifikationsphase für die EM 2016 im September 2014 starten soll.

UEFA-Präsident Michel Platini und Noel Le Graet (Präsident des Französischen Fußballverbands FFF) während der Enthüllung des EURO 2016 Logos und Slogans im Juni 2013 in Paris (Foto: ©UEFA)

UEFA-Präsident Michel Platini (l.) und Noel Le Graet (Präsident des Französischen Fußballverbands FFF) während der Enthüllung des EURO 2016 Logos und Slogans im Juni 2013 in Paris (Foto: ©UEFA)

Danach sollen die Fußballnationen während der Pflichtspieltermine von Donnerstag bis Dienstag täglich gegeneinander antreten. UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino rechtfertigte die Entscheidung mit der Argumentation, dass es auf lange Sicht zu einem Schaden führen könne, wenn man das Wochenende anderen Sportarten überlassen würde.

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Oliver Bierhoff: Viertelfinale ist immer unser Ziel!

Im Interview mit dem Fachblatt „kicker“ hat der Manager der deutschen Fußballnationalmannschaft Oliver Bierhoff jetzt erklärt, dass das Viertelfinale das Mindestziel bei der anstehenden Fußball-WM 2014 in Brasilien sei. „Für mich wäre es ein Erfolg, wenn wir wie bei den vergangenen vier Turnieren unter den letzten vier wären“, ergänzte Bierhoff.

Ende der Rumpelfußball-Ära

Bierhoff hat zudem in den letzten Qualifikationsspielen Fortschritte beim Team beobachtet: „Ich glaube, dass Effizienz-Problem ist generell ein deutsches, das sieht man auch in vielen Bundesligaspielen. Ich führe das darauf zurück, dass wir 2000 nach der Rumpelfußball-Ära den Spielern gesagt haben, jetzt geht es nur noch um Spaß, Freude und Technik. Auch unsere Nationalspieler tendieren in der Offensive dazu, den Ball nochmal querzulegen. Ein Ulf Kirsten hat ihn einfach rein gehauen.“

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Österreich: Verband verlängert mit Nationaltrainer Marcel Koller

Marcel Koller bleibt weiterhin Trainer der österreichischem Fußballnationalmannschaft und unterschrieb einen neuen Kontrakt bis Ende 2015. Gemeinsam mit dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB) verständigte sich Koller auf eine automatische Verlängerung dieses Vertrages, wenn dem Schweizer Coach mit den Alpen-Kickern die Qualifikation für die EM 2016 in Frankreich gelingen sollte.

Koller hatte auch ein lukratives Angebot seines Heimatsverbandes aus der Schweiz bis 2016 auf dem Tisch, wollte seine begonnene Arbeit in Österreich allerdings fortsetzen. Koller war einer der Favoriten auf die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld, der als Schweizer Nationaltrainer nach der WM 2014 in den Ruhestand gehen möchte. Koller erklärte: „Vor zwei Jahren haben wir einen Weg begonnen, und es ist eine herausfordernde Aufgabe, diesen fortzusetzen.“

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UEFA: Reform der Fußball-WM sorgt für Streit

In ihrer Sonntagsausgabe hat die Londoner Gazette „The Independent“ jetzt berichtet, dass die UEFA in Zukunft auch nichteuropäische Nationen an den EM-Turnieren teilnehmen lassen will. Dabei beruft sich das Blatt auf Berater, die aus dem engsten Umfeld des UEFA-Präsidenten Michel Platini stammen sollen.

Die Zeitung berichtet, dass Japan, Mexiko, Argentinien und Brasilien Wildcard-Kandidaten sein sollen, die Südamerika-Meisterschaft „Copa America“ soll hier als Vorbild dienen. Sollte eine Fußball-Europameisterschaft mit solchen Hochkarätern als Gästeteams über die Bühne gehen, würden die WM-Turniere der FIFA zumindest zum Teil entwertet.

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