Schlagwort-Archiv: Brasilien

„ZDFzoom: Das Fußball-Imperium“ über die Geschäfte der FIFA

Die FIFA, der Fußball-Weltverband, ist ein Verein mit dem Machtbewusstsein eines milliardenschweren Unternehmens und erwirtschaftet gigantische Gewinne. In der „ZDFzoom“-Dokumentation „Das Fußball-Imperium – Die Geschäfte der FIFA“, die am Mittwoch, 2. April 2014, 23.45 Uhr, zu sehen ist, blickt Reporter Markus Harm hinter die Kulissen der mächtigen wie mysteriösen Organisation, in der es mehr um Geld als um die schönste Nebensache der Welt zu gehen scheint.

An der Spitze der FIFA thront eine Riege von Funktionären um Präsident und „Strippenzieher“ Sepp Blatter, die den Fußball als Geschäft sieht und in ihrer eigenen Welt lebt – auf Trauminseln, in Luxushotels und VIP-Logen. Kritiker werfen den FIFA-Oberen vor, ein dekadentes Leben zu führen – auf Kosten von Millionen Fans, die bei Weltmeisterschaften vor verschlossenen Türen stehen.

„ZDFzoom: Das Fußball-Imperium“ berichtet über die Geschäfte der FIFA!

„ZDFzoom: Das Fußball-Imperium“ berichtet über die Geschäfte der FIFA!

„Die FIFA lässt sich die WM in Brasilien mit Millionen von Steuergeldern finanzieren. Mit Geld, das in unserem Land an allen Ecken und Enden fehlt. Dieses Spektakel dürfen wir dann auch noch vor den Fernsehern verfolgen. Und dann wundern sich Blatter und Co., dass wir auf die Barrikaden gehen“, erzählt Diego Silva, Ex-Spieler vom Kult-Verein Flamengo Rio de Janeiro, als er „ZDFzoom“-Reporter Markus Harm durch eine von Rios Favelas führt.

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Nationalmannschaft: Jogi Löw warnt sein Stars!

Rund 100 Tage vor dem Start der Fußball-WM 2014 in Brasilien macht Bundestrainer Jogi Löw seinen Jungs mächtig Dampf!

In der Pressekonferenz vor dem morgigen Länderspiel in Stuttgart gegen Chile hat Löw den drohenden Zeigefinger gehoben und höchste Professionalität eingefordert.

Mario Götze, André Schürrle und Marcell Jansen (v.l.) machen sich bereit fürs Training (Foto: www.facebook.com/DFBTeam)

Mario Götze, André Schürrle und Marcell Jansen (v.l.) machen sich bereit fürs Training (Foto: www.facebook.com/DFBTeam)

„Die Uhr tickt. Nur wer sie hört, wird eine reelle Chance haben, dabei zu sein”, so Löw. „Es ist ein Appell an alle, ein Weckruf für manche, dass sie ihr Training, ihren Lebenslauf und ihre Professionalität so nutzen, dass sie die letzten Monate bis zur WM optimal gestalten.“

Löw droht sogar damit, seinen Spielern auf Schritt und Tritt zu folgen. „Wir werden die Spieler überwachen! Die Spieler müssen sich individuell optimieren“, ermahnt Löw. „Die Zeit bis zum Turnier wird für die Spieler mindestens genauso hart wie das Turnier selbst. Die Zeit wird immer enger. Wir haben die Phase der Wahrheit und Klarheit begonnen. Wir werden Entscheidungen treffen müssen, die dem einen oder anderen Spieler wehtun werden.“

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WM 2014: DFB baut eigenes Ressort!

Der Wahnsinn! Da dem Deutschen Fußballbund (DFB) in ganz Brasilien keine Unterkunft gefallen hat, bauen die deutschen im brasilianischen Bundesstaat Bahia jetzt einfach ihr eigenes WM-Quartier!

Laut Bild-Zeitung wird Santo André (verschlafenes 1.000-Einwohnern-Nest) das Ressort „Campo Bahia“ mit 13 Häusern errichtet, um darin die Spieler und das Funktionsteam unterzubringen. Außerdem werden rund 1 km von der Anlage entfernt ein Trainingsplatz, das Medienzentrum und weitere Funktionsanlagen aus dem Boden gestampft.

 

Santo André im Osten Brasiliens (Foto: google maps)

Santo André im Osten Brasiliens (Foto: google maps)

Santo André liegt 36 km nördlich von Porto Seguro einem beliebten brasilianischen Party-Urlaubsort. Die Baustelle ist mit einem grünen Brettertor verrammelt, ein Schild mit den drei DFB-Weltmeistersternen und schwarz-rot-goldenen Streifen prangt am Eingang. Das „Mabu Costa Brasilis Resort“, das lediglich 2 m von der Baustelle entfernt gelegen ist, ist dem DFB nicht luxuriös genug, außerdem zu weitläufig. Dem DFB gefielen auch andere Hotelanlagen nicht, weshalb jetzt zum ersten Mal in der Historie ein WM-Quartier ganz neu erbaut wird.

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WM 2014: Protestplattform kündigt Explosion an

In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS)  hat Gustavo Mehl, einer der Initiatoren des so genannten Volkskomitees WM und Olympia (Comitê Popular) eine Explosion des Protestes angekündigt.

„Es gibt viel vorzubereiten“, erklärt Mehl. „Wir werden im nächsten Jahr auf der Straße stehen. Der Protest wird explodieren.“ Der 30-jährige, der einen Steinwurf vom legendären Maracana-Stadion aufgewachsen ist, ergänzt: „Wir sind gegen das Modell dieser Mega-Sportveranstaltungen, die nur einigen korrupten Eliten im Lande, großen Konzernen und einer fragwürdigen Organisation wie der FIFA nutzen. Sie alle zusammen scheffeln auf unsere Kosten die Milliarden.“

Auch in Rio de Janeiro (hier: Blick auf den Zuckerhut/Foto: Dieter Hopf  / pixelio.de) werden Proteste erwartet!

Auch in Rio de Janeiro (hier: Blick auf den Zuckerhut/Foto: Dieter Hopf / pixelio.de) werden Proteste erwartet!

Sein Kollege aus dem Comitê Popular Chris Gaffney ergänzt: „Den öffentlichen Raum, den sich die FIFA mit ihren brasilianischen Helfern und den Sponsoren unter den Nagel gerissen hat, wird sich das Volk zurückerobern. In der WM-Städten finden wöchentliche Sitzungen unserer Protestgruppen statt. Darunter sind Menschen aus den Elendsquartieren der Großstädte, Menschenrechtsgruppen, Mietervereinigungen, Ärzte, Lehrer, Studenten, Fußballfans sowie Olympia- und WM-Kritiker.“

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WM 2014: Turnier der Strapazen!

Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ erklärte Bundestrainer Joachim Löw, dass er sich wegen der Hitze in Brasilien große Sorgen mache und der Mannschaftsarzt deshalb zu einem wichtigen Ansprechpartner im Funktionsteam werde. Löw will auch nur Spieler mit zum Turnier nehmen, die absolut topfit sind.

Löw hat auch registriert, dass Deutschland zu den Mitfavoriten der WM zähle, „aber für mich ist Brasilien Top-Favorit. Sie spielen im eigenen Land, in dem eine unglaubliche Energie, eine Urkraft, herrscht. Die brasilianische Mannschaft wird unglaublich unterstützt werden. Umso mehr seit dem Sieg beim Confed Cup. Sie hatte mal eine Phase, in der sie einige Spiele verloren hat. Dabei stieg der Druck. Dieser ist nun ein bisschen weg. Die Mannschaft wird hier über alles geliebt.“

Auch in Fortalza (Foto: Kunstzirkus  / pixelio.de) erwartet die DFB-Elf große Hitze!

Auch in Fortaleza (Foto: Kunstzirkus / pixelio.de) erwartet die DFB-Elf große Hitze!

In der Vorrundengruppe G sind für Löw Portugal und die deutsche Elf Favoriten aufs Weiterkommen. „Allerdings haben auch die beiden anderen Mannschaften – die USA und Ghana – bei der WM 2010 die Gruppenphase überstanden.

Außerdem heißt es neben der Vorbereitung auf die Gegner auch noch Lösungen zu finden, wie wir mit der Hitze an unseren Spielorten umgehen. Wir spielen dreimal in Städten, in denen zur Anstoßzeit am Mittag und Nachmittag 35°C herrschen können. Das ist unsere Mannschaft nicht gewohnt.“

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WM-Protestbewegung: Krieg gegen Zombies

  • FIFA funktioniert wie Drückerkolonne
  • korrupte Schattenwirtschaft
  • Gasmasken, Schutzbrillen, Körperprojektoren
  • FIFA wie Kolonialherren
  • OK-Chef sieht aus wie Zombie

In einem Interview mit der FAZ verrät Chris Gaffney, einer der führenden Köpfe der brasilianischen Protestbewegung Comitê Popular, die gegen die Fußballweltmeisterschaft kämpft, dass man sich zum eigenen Schutz fast wie für einen Krieg präparieren müsse.

FAZ-Interview mit Chris Gaffney

FAZ-Interview mit Chris Gaffney

Über die Aussage des Internationalen Fußballverbandes (FIFA) und des nationalen Organisationskomitees der WM, dass im Land rund 63 % der Bevölkerung dem Turnier positiv entgegen sehen, kann Gaffney nur staunen.

„Ich lache mich kaputt. Man muss es anders herum sehen: Fast 40 % der Menschen sind dagegen – und das in diesem Fußball verrückten Land. Das ist ein komplettes Desaster. Die FIFA und ihre Helfer bekommen gar nichts mit, sie leben auf einem anderen Planeten.“

Auch während der Auslosung werde es zu Demonstrationen kommen, kündigt der US-Amerikaner an: „Sobald das Licht angeht, werden wir da sein“, erklärt der Professor für Geographie an der Universität von Rio de Janeiro. Gaffney beschäftigt sich dort auch mit den sozialen Auswirkungen der Olympischen Spiele 2016 in Rio und des WM-Turniers.

Das Argument von FIFA-Boss Sepp Blatter, dass man für eine WM dankbar sein müsse, da so erst die weltweite Aufmerksamkeit einer solchen Großveranstaltung die Schwierigkeiten eines Landes in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit bringe, entwaffnet der Amerikaner mit scharfer Zunge. „Das stimmt. Ohne die WM 2022 in Katar wüsste die Welt wohl auch nichts von den Arbeitssklaven, die sich dort zu Tode schuften.

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WM 2014: Hochzeit mit Allah, Gott und später Braut

Jetzt fand im brasilianischen Costa do Sauipe eine offizielle FIFA-Pressekonferenz bezüglich der heutigen WM-Gruppenauslosung statt. Dabei standen natürlich auch die Themen Stadien und Sicherheit ebenfalls auf der Tagesordnung.

In Costa do Sauipe findet die Gruppenauslosung statt (Foto: FIFA Media)

In Costa do Sauipe findet die Gruppenauslosung statt (Foto: FIFA Media)

Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo erklärt dabei, dass alle Arenen pünktlich zum Anpfiff des Turniers fertig sein werden. In São Paulo, Curitiba und Cuiaba werde es aber zu Verzögerungen kommen. „Aber auch diese Stadien werden rechtzeitig zur WM fertig sein“, verspricht Rebelo. „Außerdem habe ich noch nie eine Hochzeit erlebt, bei der die Braut pünktlich gekommen ist. Die Braut kommt immer zu spät und trotzdem wird die Hochzeit nicht abgesagt. Wir werden alle drei Stadien, die jetzt noch Verspätung haben, im Januar der FIFA übergeben.“

Dem widerspricht FIFA-Boss Sepp Blatter, der verriet, dass die Finalarena in Rio de Janeiro erst im April spielreif sei. „Wir können nur noch zu Allah, Gott und so weiter beten, dass nicht noch eine Panne passiert! Wir gehen davon aus, dass auch das Stadion in São Paulo pünktlich fertig wird und die Arbeiten bald wieder vollumfänglich fortgesetzt werden können, noch finden allerdings Untersuchungen statt.“

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WM 2014: Arbeiten am Unglücksstadion in São Paulo fortgesetzt

Heute wurde die Arbeiten am Unglücksstadion in São Paulo, auf dessen Baustelle am Mittwoch zwei Arbeiter ums Leben kamen, nachdem ein riesiger Kran auf das 500 t schwere Gerüst am Tribünendach gekracht war, wieder aufgenommen. Rund 1.350 Beschäftigte sind im und am Itaqueirão wieder ans Werk gegangen.

„Man wollte die Behörden vor vollendete Tatsachen stellen“, verriet Staatsanwalt José Carlos de Freitas „Record R7“.

„Man wollte die Behörden vor vollendete Tatsachen stellen“, verriet Staatsanwalt José Carlos de Freitas „Record R7“.

Die Baufirma Odebrecht ließ unterdessen wissen, dass die Baustruktur des Stadions nicht beschädigt sei. Nach der viertägigen Trauerpause sollen jetzt erst einmal die hydraulischen und elektronischen Systeme fertig gestellt werden. Die Benutzung aller neun am Bau beteiligten Kräner hat die Staatsanwaltschaft noch untersagt.

Unterdessen berichten brasilianische Medien, dass das zukünftige Stadion des Clubs Corinthians von der Stadtverwaltung nicht abgenommen worden sei, da bei der Errichtung im Vergleich zu den Bauplänen erhebliche Veränderungen vorgenommen worden sein sollen.

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WM 2014: Toter Arbeiter schlief in LKW!

Kommenden Donnerstag werden die beiden Arbeiter zu Grabe getragen, die am Mittwoch auf der Stadion-Baustelle von São Paulo ums Leben gekommen sind. Es handelt sich dabei um Fábio Luiz Perreira (41), der bei der Baumaschinenfirma BHM die Leitung der Abteilung Logistik und Transport überwachte.

BHM ging im Auftrag des Baukonzerns Odebrecht am Stadion Itaquerao zu Werke. Perreira hinterlässt Frau und drei Kinder. Er starb in einem Lastwagen, in dem er dösend seine Mittagspause abhielt und vom herabstürzenden Ausleger des Krans getroffen wurde. Das gleiche Schicksal erlitt Ronaldo Oliveira dos Santos, der in einem Toilettenhäuschen starb. Wäre nicht gerade Mittagspause gewesen, hätte es wahrscheinlich viel mehr Opfer gegeben.

In Brasilien ist die Trauer groß, Experten nehmen den havarierten deutschen Kran unter die Lupe. Dabei könnte der lehmige Boden ein Grund dafür sein, dass das 500 t Ungetüm aus dem Gleichgewicht geraten ist. Augenzeugen berichten, dass der Kranführer im letzten Moment eine Warnung abgegeben habe, daraufhin sollen viele Passanten geflüchtet sein.

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WM 2014: Zwei Tote bei Unglück in São Paulo

  • Kran stürzt auf Stadiondach
  • 2 Arbeiter zerquetscht
  • Was wird jetzt aus WM?

Die Bilder sind grausam, Brasilien und die Fußballwelt geschockt! Zum wiederholten Male wird das Land am Zuckerhut von einem Unfall auf einer Stadionbaustelle erschüttert. Zwei Menschen kamen jetzt bei einem Unfall auf der Baustelle des Stadions in São Paulo ums Leben, wo 1.600 Arbeiter unter zum Teil unzumutbaren Umständen malochen.

Auf den Baustellen für die neuen Stadien in Brasilien herrscht seit langem große Nervosität, die Baufirmen stehen unter Zeitdruck, vor allem in Sao Paulo, wo am 12. Juni 2014 im „Itaqueirão“ die WM eröffnet werden sollen.

Odebrecht wirbt mit nachhaltiger Ausbildung

Odebrecht wirbt mit nachhaltiger Ausbildung

Die verantwortliche Baufirma Odebrecht hat an der neuen Heimstätte der Corinthians viele Arbeiter von Subunternehmen unter Vertrag genommen. Jetzt ist ein Kran umgekippt, der ein 500 t schweres Teil des Stadionsdachs in die Luft gehoben hatte. Der Arm des Krans stürzte auf einen Hilfskran, der Kranfahrer und ein weiterer Arbeiter wurden zu Tode gequetscht. Auch das Stadiondach wurde in Mitleidenschaft gezogen. Brasilianische Medien spekulieren, dass die Bauleiter das Gewicht falsch berechnet haben sollen.

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