Netzgemeinde spottet über Breyers Braunhemd

Zuletzt hatte Jochen Breyer, der im ZDF-Sportstudio regelmäßig Fußballstars interviewt, beim ZDF-Morgenmagazin ein olivgrünes Oberteil an, dass bei den TV-Zuschauern allerdings als Braunhemd daherkam.

Netzgemeinde spottet über Breyers Braunhemd

ZDF-Entschuldigung bei Facebook

Der unglückliche Griff in den Kleiderschrank sorgte so für mächtigen Wirbel.
In der Sendung berichtete Breyer unter anderem über die Hooligan-Demo in Köln (HoGeSa), an der viele Rechtsradikale teilgenommen hatten. Nach dem Aufstehen hatte sich der Moderator ein olivgrünes Hemd übergezogen, auf dem Bildschirm kam jedoch technikbedingt ein Braunton rüber.

Dies nahmen einige Zuschauer zum Anlass, um beim ZDF eine Beschwerdeflut los zu treten, schließlich gehörten Braunhemden zur Uniform der SA im Nationalsozialismus. In der Nacht nach der Ausstrahlung äußerte sich der Sender auf Facebook: „Aufgrund einiger Zuschauerhinweise zur Kleidungswahl unseres Reaktors Jochen Breyer möchten wir kurz aufklären, dass sein olivgrünes Hemd auf dem Bildschirm tatsächlich braun wirkte, dies aber von Jochen Breyer natürlich keinesfalls beabsichtigt war. Wir entschuldigen uns für den entstandenen Eindruck!“

Auch die Entschuldigung rief erneut Reaktionen in der Netzgemeinde hervor, jetzt hagelte es Spott und Häme. Anhänger der ZDF-Morgenmagazin-Facebook-Seite fragten, ob man jetzt kein Nutella mehr essen dürfe oder der Verfassungsschutz schon informiert sei. Andere User wiederum brachten die braunen Lederjacken bzw. braunen Hemden von Indiana Jones ebenso ins Spiel wie die braune Uniform der UPS-Paketfahrer, auch sarkastische Nazivergleiche waren jetzt an der Tagesordnung, Twitter & Co. quillten über.

Die NDR-Satiresendung „extra 3“ nahm die Steilvorlage gerne auf und meldete wiederum auf ihrer Website: „Christian Ehring (Moderator der Sendung, Anm. der Redaktion) würde sich nie braune Hemden anziehen. Er meidet im Flugzeug auch die Sitzreihe 18 und besucht seine 88-jährige Oma erst nach ihrem nächsten Geburtstag wieder.“ Dies bezieht sich auf die Zahlen 88 und 18, die in der Naziszene für Heil Hitler bzw. Adolf Hitler stehen.

Das ganze Theater fanden viele User einfach nur amüsant, stellvertretend dafür schrieb eine Zuschauerin bei Twitter: „Für soviel Real-Satire zahle ich gern GEZ!“

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