Eklat in Freiburg! Verbeek verlässt Stadion nach Trainer-Zoff!

Nürnbergs Trainer Gertjan Verbeek hat nach der 2:3-Pleite seines Clubs beim SC Freiburg die Pressekonferenz boykottiert und sofort das Mage Solar Stadion verlassen. Grund für die Flucht war ein Trainer-Zoff mit Freiburg-Coach Christian Streich.

Beim Pay-TV-Sender Sky polterte der Holländer: „Das war ein gutes Spiel, wo wir fast die ganze Zeit gegen zwölf Mann gespielt haben. Wenn man nicht besteht gegen diese Emotionen, die es hier gibt, und wenn man nicht geschützt wird, auch nicht durch den vierten Offiziellen, wenn man sieht, wie der Trainer (Christian Streich – d. Red.) mich beschimpft hat, das ist unverschämt, brutal, respektlos! Das habe ich noch nie mitgemacht.“

Christian Streich alleine auf der Pressekonferenz!

Christian Streich alleine auf der Pressekonferenz!

Verbeek weiter: „Ich gehe auch nicht zur Pressekonferenz und setze mich neben diesen Mann, das ist ein Kollege von mir, das ist brutal, das gibt’s doch gar nicht! Das ist unverschämt, wie man hier empfangen wird! Wie ein Verrückter hat er agiert, bei jedem Mal, wenn etwas passiert ist.“

Vulkan-Verbeek keilte auch gegen den Unparteiischen Jochen Drees aus. „Man sieht auch, wie der Schiedsrichter da mitgeht. Wenn ein Spieler so schlecht spielt, dann spielt er nicht das nächste Mal. Das heißt: Er darf nicht mehr pfeifen. Das ist doch unglaublich, was er gemacht hat heute, das gibt’s doch nicht! Wenn man sieht, wie international gepfiffen wird, dann ist das doch ein großer Unterschied. Die beiden Mannschaften wollten Fußball spielen, die gehen drauf, die waren nicht gemein oder so.“

Einmal in Rage, wütet Verbeek munter weiter: „Natürlich versucht der SC Freiburg, mit der Atmosphäre einen Vorteil rauszuholen. Wenn der Schiedsrichter nicht dagegen besteht, dann muss er was anderes machen. Da muss der Deutsche Fußball-Bund Maßnahmen ergreifen, aber die machen das nicht, die verteidigen immer. Das ist das erste Mal, dass ich etwas sage über die Schiedsrichter. Was hier passiert ist, unverschämt. Das ist kein Kollege. Eine Entschuldigung würde ich nicht annehmen.“

Sieht Streich naturgemäß ganz anders. „Das ist ja völliger Wahnsinn! Ich habe ihn nicht beschimpft. Er hat mir den Vogel gezeigt.“ Streich ging hinterher noch mal in den Schiedsrichterraum: „Sie haben mir bestätigt, dass überhaupt nichts passiert ist.“

Martin Bader verteidigte Verbeek einen Tag nach dessen Angriffen, der Club-Sportdirektor war per Telefon live in den „Doppelpass“ von Sport1 zugeschaltet. „Wenn man Gertjan Verbeek kennt, dann weiß man, dass er so etwas nicht ohne Grund macht. Er war einfach authentisch“, so Bader.

„Es gab so viele Gesten hin und her, das ist müßig. Verbeek ist überhaupt nicht bekannt dafür, dass er sich in Kleinkriege mit anderen Trainern oder Schiedsrichtern begibt. Aber 90 Minuten immer nur Gesten und Handlungsweisen gegen uns – das hat das Fass wohl zum Überlaufen gebracht. Verbeek ist während des Spiels mehrfach angegangen worden, da kann ich es verstehen, dass er eine Grenze setzt. Ich hatte den Eindruck, dass er nicht respektvoll behandelt worden ist. Er ist geradlinig, deshalb musste er das auch so sagen“, ergänzte Bader. „Manchmal hilft es auch, ein paar Fernsehbilder anzuschauen, wie so eine Bank reagiert. Die Reaktionen auf der Freiburger Bank waren übertrieben und nicht im Verhältnis zum Spiel.“

Im „Doppelpass“ zu Gast war auch Mainz-Manager Christian Heidel, der Baders Eindrücke schmunzelnd bestätigte: „Streich hat sich leider angewöhnt bei jeder Aktion zur Bank des Gegners zu schauen. Das kann man falsch verstehen. Streich meint das wahrscheinlich nicht böse, aber er sollte vielleicht einmal TV-Bilder von sich anschauen.“ Bader befand noch: „Es gibt immer zwei Wahrheiten, weil unterschiedliche Wahrnehmungen. Vielleicht war die Aktion, nicht zur Pressekonferenz zu gehen, auch übertrieben, aber es war einfach nur konsequent. Aus Sicht des 1. FC Nürnberg ist die Sache abgehakt. Wir wünschen uns authentische Trainer. Streich ist es auf seine Art, Verbeek auf eine andere.“

Zum Abend passte, dass sich ein Club-Anhänger in den Presseraum geschmuggelt hatte, sogar das Mikrofon ergriff und skandierte: „Wenn hier jemand absteigt, dann ist es der SC Freiburg und nicht der FCN! FCN, FCN!“ Zuvor hatte Streich konstatiert, dass Verbeek „die völlige Unwahrheit“ gesagt habe. „Ich habe ihn selbstverständlich nicht beschimpft. Ich weiß nicht, was da passiert ist in diesem Menschen“, Warum zeigte Verbeek seinem Pendant den Vogel? Verbeek: „Weil er verrückt ist…!“

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