Schlagwort-Archiv: FC Bayern

Spielerberater sahnen ab

Der „Spiegel“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe unter dem Titel „Fettes Jahr“ darüber, dass im deutschen Profifußball die Spieleragenten innerhalb einer Spielzeit über 100 Millionen € an Honoraren abgesahnt haben.

Spielerberater sahen kräftig ab (Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de)

Spielerberater sahnen kräftig ab (Foto: Rainer Sturm / pixelio.de)

Dies soll aus bisher unveröffentlichten Unterlagen der Deutschen Fußballliga (DFL) hervorgehen, die sich mit den finanziellen Daten der Saison 2013/14 beschäftigen. Auf Nachfrage wollte sich DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig nicht zu den Summen äußern. Bei ca. 70 Millionen € lagt die Summe, die vor vier Jahren an die Berater geflossen ist.

Bei Vertragsverlängerungen bekommen Spielerberater normalerweise zwischen fünf und 15 % des Jahresbruttogehalts ihrer Klienten. Zu gleichen Anteilen an Handgeld und Ablösesumme partizipieren die Berater sehr oft, wenn ihre Spieler den Club wechseln.

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FC Bayern: Diskussionen nach Landauer-Film

Gestern erinnerte die ARD in einem Spielfilm an Kurt Landauer, der beim FC Bayern die Basis für den innovativen Klub gelegt hat.

Bayerns vergessener Präsident Karl Landauer (Screenshot: fcbayern.de)

Bayerns vergessener Präsident Karl Landauer (Screenshot: fcbayern.de)

Karl-Heinz Rummenigge kickte zwischen 1974 und 1984 aktiv beim FC Bayern München gegen die Kugel. Nach Kurt Landauer gefragt, erklärt der Vorstandsvorsitzende immer noch, dass er den Namen zu seiner aktiven Zeit niemals zu Ohren bekommen hat.

Vor einem Jahr hat der erfolgreichste deutsche Fußball-Club Landauer dann postum die Ehrenpräsidentschaft verliehen. Landauer gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Vorstandsmitglieder der Historie des FCB.

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FC Bayern: Guardiola unter Druck!

Im Moment erinnert beim FC Bayern vieles an die Zeit unter Tainer Louis van Gaal. Auch wenn der niederländische Coach durchaus Erfolge vorzuweisen hatte (Double und Champions League Finale 2009/10), blieben am Ende die negativen Attribute hängen.

Viele Spieler waren unzufrieden, dies ist auch jetzt unter Startrainer Pep Guardiola so. Exemplarisch dafür stehen Bastian Schweinsteiger, Javier Martínez, Thomas Müller und Franck Ribéry. Bei 0:4-Schlappe gegen Real Madrid ignorierte Schweinsteiger geflissentlich die Anweisungen seines Trainers, weiter ins Zentrum zu rücken. Hat der oft verletzte Nationalspieler keinen klassischen Defensivspieler wie er Martínez neben sich (was in der letzten Saison sehr erfolgreich war), kann er seine herausragenden Qualitäten in der Balleroberung und im Spielaufbau nicht unter Beweis stellen.

Guardiola gab nach dem Champions-League-Aus gegen die Königlichen kleinlaut zu: „Das Mittelfeld mit Schweinsteiger und Kroos war ein Riesenfehler von mir, nur mit Basti und Toni konnten wir diese Konterspieler von Real nicht kontrollieren.“ Das Denkmal des erfolgreichsten Fußballtrainers mit 14 Titeln in vier Jahren scheint zu bröckeln. Intern wird ihm vor allem zur Last gelegt, dass er die Bundesliga-Saison nach der frühsten Meisterschaft aller Zeiten im März ohne Not für beendet erklärte, um so einen Leistungs- und Konzentrationsabfall in Kauf zu nehmen. Matthias Sammer monierte zudem ob der vielen trainingsfreien Tage die „Kuscheloase“ FC Bayern sowie nach der 0:1-Hinspielpleite in der spanischen Kapitale: „Mit unserer Dominanz haben wir das Spiel beherrscht, aber nicht das Ergebnis.“

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Bayern 1:1 in Manchester! Rückspiel ohne Schweinsteiger!

Der FC Bayern hat im Champions League Viertelfinal-Hinspiel gestern Abend bei Manchester United die Partie über 90 min dominiert, am Ende reichte es vor 70.000 Zuschauern im „Theater der Träume“ von Old Trafford dennoch nur zu einem 1:1-Unentschieden.

Der Triple-Sieger hatte 75 % Ballbesitz, spielte überragende 745 Pässe. Ausgleichstorschütze Bastian Schweinsteiger hatte 100 Ballkontakte (nur 7 % Fehlpässe), trotzdem stand am Ende nur ein Remis. Bitterer Beigeschmack: die Gelb-Rote-Karte gegen Schweinsteiger, die ihm Schiedsrichter Caballo nach einer Grätsche gegen Rooney in der 90. Minute unter die Nase hielt, damit wird der wichtige Mittelfeldspieler nächste Woche Mittwoch im Rückspiel in der Allianz Arena schmerzlich vermisst werden.

Bastian Schweinsteiger: Tor und Platzverweis! (Foto: Screenshot fcbayern.de)

Bastian Schweinsteiger: Tor und Platzverweis! (Foto: Screenshot fcbayern.de)

Sportvorstand Matthias Sammer meinte nach der Partie: „Wir haben vor Manchester gewarnt, aber manchmal will man nicht Recht haben. Sie haben das gespielt, was wir erwartet haben. Sie waren physisch stark und haben versucht, aus einer guten Organisation auf Konter zu spielen. Das haben sie exzellent gemacht, da haben wir uns schwer getan. Aber so ist das im Viertelfinale in der Champions League – das ist allerhöchstes Niveau. Deshalb akzeptieren wir das und nehmen das Ergebnis gerne mit.“

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Klopp keilt gegen Kahn und Sammer!

Nach dem Champions-League-Spiel der Dortmunder gegen Zenit St. Petersburg ging der Streit zwischen BVB-Trainer Jürgen Klopp und ZDF-Experte Oliver Kahn weiter. Moderator Olli Welke wurde es dann zu bunt, er beendete den Zoff.

Klopp keilt gegen Kahn und Sammer!

Klopp keilt gegen Kahn und Sammer!

Kahn konterte Klopps Kritik an Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer („Ohne ihn hätten die Bayern keinen Punkt weniger“) schon in seiner Bild-Kolumne als „unverschämt“ und „respektlos“.

Dann soll Kahn im ZDF-Studio die Gelbe Karte von BVB-Stürmer Robert Lewandowski bewerten, der deshalb im nächsten CL-Spiel gesperrt sein wird (dritte Gelbe Karte im Wettbewerb).

„Ich weiß nicht, wieso er da die Hand hochnimmt“, fragt der einstige Torwart-Titan. Klopp keift von der Seite sofort zurück: „Da hätte ich gerne Oli Kahn mal gehört als Spieler. Wenn das eine Gelbe Karte ist, dann lache ich mich kaputt. Robert wurde gestoßen.“ Kahn knickt ein: „Man muss keine Gelbe Karte geben.“ Klopp belehrt Kahn: „Man darf keine geben.“

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CL-Viertelfinale: Bayern trifft auf ManU

Heute Nachmittag wurden in der UEFA-Zentrale im schweizerischen Nyon die Paarungen des Champions League Viertelfinales ausgelost. Dabei trifft Bayern München auf einen alten Bekannten, nämlich Manchester United. Dieses Duell zog Luis Figo aus der Lostrommel, der Botschafter des Endspielortes ist. Das Finale der Königsklasse wird am 24. Mai im Estadio da Luz dass von Lissabon ausgetragen wird.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge befand: „Wir haben vor ein paar Jahren gegen sie gespielt im Viertelfinale und sind durch das legendäre Tor von Arjen Robben weitergekommen. Das habe ich noch gut in Erinnerung. In der Liga hat Manchester gewisse Probleme, sie werden den Fokus extrem auf die Champions League richten. Ich spiele immer lieber zuerst auswärts, weil du dann mit 70.000 Zuschauern im Rücken im Rückspiel noch etwas korrigieren kannst.“

CL-Viertelfinale: Bayern trifft auf ManU

CL-Viertelfinale: Bayern trifft auf ManU (Foto: Screenshot)

Sportvorstand Matthias Sammer konstatierte: „Das ist ein hochattraktives Los gegen einen Gegner, der um Stabilität ringt. Im Achtelfinal-Rückspiel haben sie bewiesen, dass sie zu Großem fähig sind. Es ist für uns angebracht, sehr bescheiden, mit ganz, ganz großem Respekt von einem Gegner zu sprechen, der an guten Tagen immer noch in der Lage ist, auf allerhöchstem Niveau zu spielen. An guten Tagen sind sie brandgefährlich. Wir sollten nicht zulassen, dass sie zwei gute Tage haben. Ich betrachte das Los als machbar, aber gefährlich. Wenn man von sich überzeugt ist, dann ist es egal, ob man zuerst zuhause oder auswärts spielt.“

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FC Bayern: Robben bleibt bis 2017

Arjen Robben verlängert bis 2017 „Ich freue mich sehr, dass der Vertrag nun unterschrieben ist und ich weiter für den FC Bayern auf Titeljagd gehe“, erklärt Arjen Robben. „Ich bin jetzt im fünften Jahr in München, drei weitere kommen noch hinzu. Ein besseres Zeichen dafür, dass meine Familie und ich uns hier wohlfühlen und dass ich unglaublich viel Spaß in diesem Klub und mit dieser Mannschaft habe, gibt es wohl nicht. Ich freue mich auf die kommenden Jahre – und noch viele Titel mit dem FC Bayern.“

Triple-Sieger Arjen Robben (30) hat am heutigen Mittwoch, den 19. März 2014, seinen bis 2015 gültigen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2017 verlängert (Foto: fcbayern.de)

Triple-Sieger Arjen Robben (30) hat am heutigen Mittwoch, den 19. März 2014, seinen bis 2015 gültigen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2017 verlängert (Foto: fcbayern.de)

„Wir sind sehr glücklich“, sagt Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, „dass Arjen bis 2017 verlängert hat. Arjen ist ein großartiger Fußballer und wie wichtig er für den FC Bayern ist, hat er nicht nur im Champions-League-Finale in Wembley bewiesen. Arjen ist ein wichtiger Pfeiler unserer Mannschaft und er wird es nun weitere Jahre bleiben.“

ZDF-Politbarometer: Mehrheit findet Hoeneß-Gefängnisstrafe richtig

Auf die Frage, welches Urteil sie ganz persönlich im Gerichtsverfahren wegen Steuerhinterziehung gegen Uli Hoeneß richtig fänden, antworteten 56 Prozent der Befragten diese Woche im Politbarometer mit „Gefängnisstrafe“.

Für eine Haftstrafe auf Bewährung waren 17 Prozent, 21 Prozent sprachen sich für eine Geldstrafe aus und nur 1 Prozent für einen Freispruch (weiß nicht: 5 Prozent). Einen Rücktritt von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München hielten sogar 70 Prozent für angebracht. Im April 2013 waren es noch 44 Prozent und  im November 2013 53 Prozent.

ZDF-Politbarometer: Mehrheit findet Hoeneß-Gefängnisstrafe richtig (Foto: Screenshot)

ZDF-Politbarometer: Mehrheit findet Hoeneß-Gefängnisstrafe richtig (Foto: Screenshot)

Gut ein Fünftel (22 Prozent) ist der Meinung, Uli Hoeneß hätte nicht zurücktreten sollen (Apr. 2013: 45 Prozent, Nov. 2013: 35 Prozent), 8 Prozent können das nicht beurteilen. Deutlich angestiegen ist auch der Anteil der Befragten, die es falsch finden, dass Steuerhinterzieher, die sich selbst anzeigen, straffrei bleiben.

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FC Bayern: Stimmen zum Fall Uli Hoeneß

Zum Urteil gegen Uli Hoeneß (drei Jahre und sechs Monate Haft wegen Steuerhinterziehung) bzw. dazu, dass Uli Hoeneß nicht in Revision gehen, sondern die Strafe (wahrscheinlich in der JVA Landsberg am Lech) antreten will, haben wir noch weitere Stimmen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft zusammengetragen.

Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop, hat als Jurist (Direktor des Amtsgerichts Regensburg) Verständnis für das Urteil gegen Uli Hoeneß: „Angesichts der im Raum stehenden Höhe der hinterzogenen Steuern ist das Urteil nicht überraschend. Eine Haftstrafe, die auf Bewährung ausgesetzt wird, war von Tag zu Tag unwahrscheinlicher geworden“, so Prokop zur Nachrichtenagentur dpa.

 

Stimmen zum Fall Hoeneß gab es auch in der "Rheinischen Post" (Foto; Screenshot)

Stimmen zum Fall Hoeneß gab es auch in der “Rheinischen Post” (Foto: Screenshot)

Auch die Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschusses, Renate Künast, findet das Urteil gegen Hoeneß korrekt. „Die Haftstrafe ohne Bewährung war unausweichlich. Angesichts der riesigen Summen konnte das Gericht nicht anders entscheiden“, meint die Grünen-Politikerin. „Vor dem Gesetz sind alle gleich. Trotz des ungeheuren Rummels, das Gericht hat seine Aufgabe im Rechtsstaat erfüllt.“

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FC Bayern: Die Hoeneß-Erklärung

Uli Hoeneß hat sich jetzt auch öffentlich dazu geäußert, warum er die Haftstrafe antreten möchte.

Die Hoeneß-Erklärung im Wortlaut:

“Nach Gesprächen mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, das Urteil des Landgerichts München II in meiner Steuerangelegenheit anzunehmen. Ich habe meine Anwälte beauftragt, nicht dagegen in Revision zu gehen. Das entspricht meinem Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung. Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich.

Außerdem lege ich mit sofortiger Wirkung die Ämter des Präsidenten des FC Bayern München e. V. und des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG nieder. Ich möchte damit Schaden von meinem Verein abwenden.

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